PINOTAPE Anleitung: Schulterblatt tapen – Musculus subscapularis

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Schmerzen im Schulterbereich können beim Heben, Drehen oder Abstützen des Arms auftreten. Auch das Schulterblatt und die umliegende Muskulatur können an diesen Beschwerden beteiligt sein. Eine wichtige Struktur ist der Musculus subscapularis. Der Muskel gehört zur Rotatorenmanschette und liegt an der Vorderseite des Schulterblatts. Gemeinsam mit weiteren Muskeln unterstützt er die Stabilisierung und Bewegung des Schultergelenks.

 

Wir zeigen dir in dieser Anleitung Schritt für Schritt, wie du das Schulterblatt tapen und dabei den Bereich des Musculus subscapularis in die Anlage einbeziehen kannst.

Unsere Tape-Anleitung für das Schulterblatt

Produkte, die wir im Video verwenden:

20 Jahre PINOTAPE
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Anleitung

Tape-Anlage Muskeltechnik für den Musculus subscapularis

Benötigt:

Y-Zügel Kinesiologie-Tape

2 x  Y-Zügel

PINO Fiskars-Schere

Fiskars Schere

Anleitung

Benötigt:

Y-Zügel Kinesiologie-Tape

2 x Y-Zügel

l-Zügel Kinesiologie-Tape

Fiskars Schere

Basis: Deltatape

  1. Nehmt euch den ersten Y-Zügel und rundet alle Ecken am Tapestreifen ab. Ertastet (Palpiert) zum Anlegen der Basis den Knochenhöcker am Oberarm, an dem der Deltamuskel (Schultermuskel) ansetzt. Dieser liegt ungefähr in der Mitte des Oberarms. Dort wird die Basis je nach Wunsch und Ziel mit oder ohne Zug aufgelegt und die Enden in Richtung Schulterdach abgezogen.


  2.  

    Bringt nun zuerst den hinteren Teil in Vordehnung, indem ihr den Arm auf die gegenüberliegende Schulter legt und umrandet den Delta von der Hinterseite ohne Zug. Für den vorderen Teil des Deltas bringt ihr den Arm in Abduktion, Außenrotation und umrandet den Delta von der ventralen Seite.

Hauptteil der Anlage: für den Musculus subscapularis

  1. Ausgangsstellung: bringt den subscapularis in Vordehnung und umfasst den Muskel mit einem Y-Zügel.


  2. Dazu legt ihr die Basis auf lasst die Enden ohne Zug das Schulterblatt umfassend auslaufen.

Was ist der Musculus subscapularis?

Der Musculus subscapularis ist einer von vier Muskeln der Rotatorenmanschette. Er liegt an der vorderen Fläche des Schulterblatts und verläuft zum Oberarmknochen. Zusammen mit den anderen drei Muskeln der Rotatorenmanschette trägt er dazu bei, den Oberarmkopf in der Gelenkpfanne zu führen und das Schultergelenk zu stabilisieren. Seine wichtigste Funktion ist die Innenrotation des Arms.

 

Der Musculus subscapularis arbeitet allerdings nicht alleine. Auch der Deltamuskel, die übrige Schultermuskulatur, das Schulterblatt und die Brustwirbelsäule beeinflussen unsere Bewegungen im Schulterbereich.

 

Beschwerden rund um das Schulterblatt lassen sich daher nicht immer eindeutig einem einzelnen Muskel zuordnen. Neben dem Musculus subscapularis können auch andere Muskeln, Sehnen, Gelenke oder Nerven an den Schmerzen beteiligt sein oder ihre Ursache darstellen. Eine genaue Diagnose kann nur durch eine fachliche Untersuchung festgestellt werden.

Welche Beschwerden können rund um das Schulterblatt auftreten?

Beschwerden im Bereich des Schulterblatts und des Musculus subscapularis können sich unterschiedlich anfühlen. Manche Menschen beschreiben einen eher punktuellen Schmerz an der Vorderseite, Seite oder Rückseite der Schulter. Andere nehmen ein Ziehen, Druckgefühl oder eine allgemeine Spannung im Schulterbereich wahr.

 

Die Beschwerden können bei bestimmten Bewegungen oder Belastungen auftreten, beispielsweise beim Heben und Drehen des Arms, beim Abstützen oder beim Tragen von Gegenständen. Auch wiederholte Bewegungen im Alltag, bei der Arbeit oder beim Sport können die Schmerzen verstärken. Teilweise strahlen sie in den Oberarm, den oberen Rücken oder den Schulter-Nacken-Bereich aus. 

 

Wie stark die Beschwerden sind, hängt unter anderem von ihrer Ursache, der Dauer und der jeweiligen Belastung ab. Schmerzen rund um das Schulterblatt bedeuten nicht automatisch, dass der Musculus subscapularis verletzt oder überlastet ist. Auch andere Muskeln, Sehnen, Gelenke oder Nerven können an den Beschwerden beteiligt sein.

Welche Symptome können auftreten?

Die Symptome richten sich danach, welche Struktur betroffen ist und wie stark die Belastung war. Häufig treten Schmerzen bei Bewegungen auf, etwa wenn der Arm gehoben oder gedreht wird. Auch das Greifen, Abstützen oder Heben von Gegenständen kann die Beschwerden auslösen.

 

Neben Schmerzen können weitere Symptome auftreten, die auf eine eingeschränkte Funktion der Schulter hinweisen:

ein eingeschränkter Bewegungsumfang
Kraftverlust oder ein unsicheres Gefühl bei bestimmten Bewegungen
Druckempfindlichkeit im Schulterbereich
Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich
Beschwerden in Ruhe oder während der Nacht

Wichtig: Bei plötzlich auftretenden oder sehr starken Schmerzen, deutlichen Bewegungsausfällen, Taubheitsgefühlen, Kribbeln, sichtbaren Schwellungen oder ausgeprägter Druckempfindlichkeit solltest du die Beschwerden zeitnah medizinisch abklären lassen. Das gilt auch dann, wenn die Schmerzen nach einem Sturz oder Unfall entstanden sind.

Was sind die möglichen Ursachen?

Verschiedene Bewegungen im Alltag oder bei bestimmten Sportarten können den Schulterbereich stark belasten.

 

Zu den häufigen Auslösern und begünstigenden Faktoren gehören:

wiederholte oder ungewohnte Bewegungen
übermäßige Belastung im Sport oder Beruf
Zerrungen und muskuläre Überlastungen
Stürze oder direkte Stöße auf die Schulter
eine ungünstige Körperhaltung, beispielsweise durch langes Sitzen
muskuläre Dysbalancen
degenerative Veränderungen am Schultergelenk

Nach einem Sturz oder einem direkten Stoß auf die Schulter können zusätzlich akute Verletzungen entstehen. Bei solchen Beschwerden sollte die Schulter ärztlich untersucht werden.

Wie werden Beschwerden im Schulterbereich behandelt?

Die Behandlung richtet sich immer nach der Ursache und dem individuellen Beschwerdebild. Daher ist es sinnvoll, anhaltende oder wiederkehrende Schulterschmerzen fachlich untersuchen zu lassen. Nur so kann festgestellt werden, ob beispielsweise eine muskuläre Überlastung, eine Reizung oder eine andere Ursache vorliegt.

 

Meist kommen zunächst konservative Maßnahmen zum Einsatz. Dazu gehören eine vorübergehende Anpassung schmerzauslösender Bewegungen, Physiotherapie und ein schrittweiser Belastungsaufbau. Ziel ist es, die Beweglichkeit und Kraft zu verbessern und die Schulter im Alltag und bei sportlichen Aktivitäten wieder sicher zu belasten.

 

Je nach individuellem Befund können außerdem Maßnahmen sinnvoll sein:

Beweglichkeit verbessern: Mobilisationsübungen für die Schulter und Brustwirbelsäule
Schulter stabilisieren: Übungen zur Schulterblattkontrolle sowie zur Kräftigung der Schulter- und Rumpfmuskulatur
Alltag anpassen: ergonomische Veränderungen am Arbeitsplatz und eine bessere Verteilung einseitiger Belastungen
Beschwerden lindern: Wärme oder Kälte, abhängig von der jeweiligen Situation und persönlichen Verträglichkeit

Welche Maßnahmen geeignet sind, hängt von der Ursache, der Dauer und der Intensität der Beschwerden ab. Bei anhaltenden, zunehmenden oder wiederkehrenden Schmerzen solltest du die Schulter fachlich untersuchen lassen.

Kinesiologie Tape

Kinesiologie-Tape kann bei Beschwerden im Schulterbereich als ergänzende Maßnahme eingesetzt werden. Die Tape-Anlage am Deltamuskel und im Bereich des Schulterblatts kann dabei helfen, die Wahrnehmung der betroffenen Region während der Bewegung zu unterstützen.

 

Durch den Verlauf der Tape-Streifen können bestimmte Bewegungen und Haltungspositionen bewusster wahrgenommen werden. Das kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn Beschwerden im Zusammenhang mit wiederholten Bewegungen, einer einseitigen Belastung oder einer ungünstigen Haltung auftreten. Die Anwendung sollte dabei immer in ein sinnvolles Gesamtkonzept aus Bewegung, Regeneration und gegebenenfalls physiotherapeutischer Behandlung eingebunden werden.

*Die Annahme einer Wirkung von Kinesiologie Tape beruht auf möglichen Tendenzen in Studien, sehr vielen Einzelfallberichten und Erfahrungswerten. Sie gilt nicht als evidenzbasiert. Ebenso ist die Wirkweise bisher rein hypothetisch. Der Einsatz unserer Kinesiologie Tapes und Sporttapes ersetzt keinen Besuch beim Arzt, Physiotherapeuten oder anderen medizinischen Fachkräften.

Häufig gestellte Fragen

Ja, der Musculus subscapularis kann an Schmerzen im Schulterbereich beteiligt sein. Allerdings müssen Beschwerden rund um das Schulterblatt nicht zwangsläufig von diesem Muskel ausgehen. Auch andere Muskeln, Sehnen, Gelenke, die Halswirbelsäule oder Nerven können die Schmerzen verursachen oder in den Schulterbereich ausstrahlen.

Schmerzen beim Heben des Arms können verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören unter anderem eine Überlastung der Muskulatur, Reizungen von Sehnen oder Schleimbeuteln, Bewegungseinschränkungen und Beschwerden im Schultergelenk. Auch eine veränderte Schulterblattbewegung oder eine ungünstige Körperhaltung kann die Belastung im Schulterbereich beeinflussen.

Eine nach vorn geneigte Haltung, beispielsweise beim langen Sitzen, kann die Position und Bewegung des Schulterblatts verändern. Dadurch können einzelne Muskeln stärker beansprucht werden. Regelmäßige Bewegung, Pausen und eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes können dabei helfen, einseitige Belastungen zu reduzieren.

Je nach individuellem Befund können Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit, zur Kräftigung der Rotatorenmanschette und zur Kontrolle des Schulterblatts sinnvoll sein. Auch die Brustwirbelsäule und die Rumpfmuskulatur können in das Training einbezogen werden. Welche Übungen geeignet sind, sollte sich am Beschwerdebild und an der Belastbarkeit der Schulter orientieren.

Ein ausgewogenes Verhältnis aus Belastung und Erholung kann helfen, Beschwerden vorzubeugen. Sinnvoll sind regelmäßige Bewegung, ein allmählicher Belastungsaufbau und eine gute Ausführung bei Sport und körperlicher Arbeit. Außerdem können Pausen, ergonomische Anpassungen und Übungen zur Kräftigung der Schulter-, Rücken- und Rumpfmuskulatur die Schulter im Alltag unterstützen.

Autorenbild Carsten

Carsten Boss - Unser Experte für
Kinesiologie Tape

Carsten zählt zu Europas führenden Kinesiologie Tape Spezialisten und hat seit 1998 über 15.000 Physiotherapeuten ausgebildet. Im direkten Austausch mit Therapeuten und Patienten entwickelt er kontinuierlich neue PINOTAPE-Anlagen für verschiedenste Krankheitsbilder und verbessert so die Lebensqualität seiner Patienten.

 

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