PINOTAPE Anleitung: Halswirbelsäule (HWS) tapen
Schmerzen im Nackenbereich gehören zu einer der häufigsten Beschwerden und kommen in fast jedem Alter vor. Besonders oft ist dabei der Hals betroffen, genauer gesagt die Halswirbelsäule (HWS). Als beweglichster Teil unserer Wirbelsäule trägt sie nicht nur das Gewicht des Kopfes, sondern ermöglicht uns auch ein enormes Sichtfeld und eine präzise Ausrichtung der Sinne.
Alltägliche Belastungen wie langes Arbeiten an Monitoren, Fehlhaltung im Schlaf oder psychischer Stress manifestieren sich oft schnell in Form von hartnäckigen Verspannungen, Kopfschmerzen oder eingeschränkter Beweglichkeit. Kinesiologie Tape kann als unterstützende Maßnahme dabei helfen, diese Symptome zu mindern. In unserer Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt wie genau du das Tape anlegen solltest.
Unsere Tape-Anleitung zur Entlastung der Halswirbelsäule
Produkte, die wir im Video verwenden:
Anleitung
Tape-Anlage zur Unterstützung im Bereich der HWS
Benötigt:
1 x l-Zügel
1 x Y-Zügel
Fiskars Schere
Anleitung
Benötigt:
1 x Y-Zügel
1 x I-Zügel
Fiskars Schere
- Ausgangssituation: Lokalisiere den Schmerzpunkt, der entlastet werden soll. Jetzt die Struktur um den Punkt maximal möglich vordehnen.
- Nimm dir den Y-Zügel und runde die Ecken des Tape-Streifens ab. Der Y-Zügel wird nun mit der Muskeltechnik angelegt. Die Basis des Zügels wird je nach Bedarf und Stärke der Schmerzen mit oder ohne Zug aufgelegt. Die Enden verlaufen ohne Zug im Verlauf des Muskels aus.
- Der I-Zügel wird mit der Spacetechnik angelegt. Nimm dir dafür den Tape-Streifen und runde auch hier die Ecken ab. Lege die Basis nun mit maximalem Zug auf die zubehandelnde Stelle und lass auch hier die Enden ohne Zug auslaufen.
Aufbau & Bedeutung der Halswirbelsäule
Unsere Halswirbelsäule befindet sich im oberen Abschnitt der Wirbelsäule und besteht aus sieben beweglichen Wirbeln. Sie bringt einige wichtige Aufgaben mit sich:
Da die HWS den Kopf ständig ausbalancieren muss, wird sie im Alltag bei so gut wie jeder Bewegung beansprucht. Sie ist sowohl beim Sitzen, Arbeiten am Bildschirm und Autofahren als auch beim Drehen oder Neigen des Kopfes permanent aktiv. Durch diese dauerhafte Belastung treten Beschwerden in Nacken- und Schulterbereich besonders häufig auf.
Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule werden häufig unter dem Begriff HWS-Syndrom (auch Zervikalsyndrom genannt) zusammengefasst. Dabei handelt es sich um Sammelbezeichnung für verschiedene Ursachen, die zu Schmerzen, Verspannungen und/oder Funktionsstörungen im Bereich von Nacken und oberer Wirbelsäule führen können.
Ursachen für Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule
Die Ursachen für Schmerzen in der Halswirbelsäule sind vielfältig und entstehen häufig durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
Symptome von HWS Beschwerden
Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule äußern sich auf unterschiedliche Weise:
Neurologische Symptome:
Treten solche Beschwerden auf, sollte unbedingt eine ärztliche Abklärung erfolgen, da eine Beteiligung von Nerven, beispielsweise durch einen Bandscheibenvorfall, vorliegen kann.
Diagnose und Behandlung von Schmerzen in der Halswirbelsäule
Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Nackenschmerzen im Bereich der HWS ist eine genaue Diagnose entscheidend. Ärzte klären zunächst die Ursache der Beschwerden, um eine demnach passende Behandlung einzuleiten. Dazu zählen neben der Behandlung mit Wärme und Kälte häufig physiotherapeutische Maßnahmen, gezielte Mobilisation und Kräftigung der Nacken- und Schultermuskulatur.
Wichtig ist, starke körperliche Belastungen vorübergehend zu vermeiden und trotzdem in Bewegung zu bleiben. Dein Arzt oder Physiotherapeut kann dir hierfür geeignete Übungen mit moderater Belastung zeigen. Langfristig spielen eine rückengerechte Haltung u.a. durch eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und regelmäßige Bewegung eine zentrale Rolle für den Behandlungserfolg.
Kinesiologie Tape
Das Tapen der HWS kann insbesondere in Kombination mit Bewegung eine unterstützende Wirkung haben. Durch gezielte Übungen für den Nacken- und Schulterbereich kann die Muskulatur nicht nur kurzfristig unterstützt, sondern langfristig gestärkt werden.
Beschwerden im Nacken- und Schulterbereich vorbeugen
Um Nackenschmerzen im Bereich der Haswirbelsäule vorzubeugen, ist ein aktiver Lebensstil besonders wichtig. Gezieltes Training der Nacken-, Schulter und oberen Rückenmuskulatur stärkt die stabilisierenden Muskeln und kann die Halswirbelsäule dadurch entlasten. Rückenschulen und individuelle physiotherapeutische Trainingsprogramme können dabei helfen, Fehlhaltungen zu korrigieren und die Muskulatur nachhaltig zu kräftigen.
Ebenso wichtig ist eine gute Ergonomie im Alltag und am Arbeitsplatz. Eine angepasste Bildschirmhöhe, ein ergonomischer Stuhl und regelmäßige Positionswechsel reduzieren die Belastung im Nackenbereich. Ergänzend tragen Mobilisationsübungen oder Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung dazu bei, Verspannungen zu lösen uns Stress abzubauen.
*Die Annahme einer Wirkung beruht auf möglichen Tendenzen in Studien, sehr vielen Einzelfallberichten und Erfahrungswerten. Sie gilt nicht als evidenzbasiert. Ebenso ist die Wirkweise bisher rein hypothetisch. Der Einsatz unserer Kinesiologie Tapes und Sporttapes ersetzt keinen Besuch beim Arzt, Physiotherapeuten oder anderen medizinischen Experten.
Häufig gestellte Fragen
Das HWS-Syndrom ist ein Sammelbegriff für Schmerzen und Funktionsstörungen im Bereich der Halswirbelsäule. Es handelt sich nicht um eine eigenständige Erkrankung, sondern um unterschiedliche Ursachen wie Verspannungen, Fehlhaltungen oder Bandscheibenprobleme.
Häufige Ursachen sind Bewegungsmangel, eine schwache Nacken- und Schultermuskulatur, Fehlhaltungen, Überlastungen sowie körperliche Auslöser wie Bandscheibenvorfälle, Blockaden oder Verschleißerscheinungen im Bereich der Halswirbelsäule.
Typisch sind Schmerzen im Nackenbereich, eine eingeschränkte Beweglichkeit, ein steifer Nacken und ein Gefühl von Verspannung. Die Schmerzen können auch in Schulter, Arme oder den oberen Rücken ausstrahlen. In manchen Fällen treten zusätzlich Kopfschmerzen Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Armen oder Händen auf.
Regelmäßige Bewegung, gezieltes Training der Nacken-, Schulter und obere Rückenmuskulatur, eine gute Ergonomie im Alltag sowie Stressreduktion helfen, Beschwerden im oberen Rücken vorzubeugen.
Kinesiologie Tape kann die Muskulatur im oberen Rücken unterstützen, Verspannungen reduzieren und die Körperwahrnehmung verbessern. Es stabilisiert die Halswirbelsäule, ohne die Beweglichkeit einzuschränken.
Carsten Boss - Unser Experte für
Kinesiologie Tape
Carsten zählt zu Europas führenden Kinesiologie Tape Spezialisten und hat seit 1998 über 15.000 Physiotherapeuten ausgebildet. Im direkten Austausch mit Therapeuten und Patienten entwickelt er kontinuierlich neue PINOTAPE-Anlagen für verschiedenste Krankheitsbilder und verbessert so die Lebensqualität seiner Patienten.
Mit Carsten bist Du immer auf dem neusten Stand!
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