PINOTAPE Anleitung: Tapen bei Atemwegserkrankungen

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Atemnot, ständiger Hustenreiz oder das lästige Kribbeln in der Nase: Arten, wie sich Atemwegsbeschwerden bemerkbar machen. Die Einschränkungen der Lebensqualität bei saisonalem Heuschnupfen, chronischem Asthma bronchiale oder allergischn Reaktionen sind oft groß. Neben der klassischen medikamentösen Behandlung suchen viele Patienten nach ergänzenden Methoden, um die Symptome zu lindern und die Atmung zu unterstützen.

 

Eine Möglichkeit ist die Anwendung von Kinesiologietape. Wir zeigen dir mit unserer gezielten Anleitung, wie du Schritt für Schritt Rücken und Brustkorb tapen kannst, um wieder befreiter durchzuatmen.

Unsere Tape-Anleitung zur Unterstützung bei Asthma, Heuschnupfen & Co.

Produkte, die wir im Video verwenden:

PINOTAPE Jubiläumslogo
PINOTAPE Kinesiologie Tape Sport Sensitive - Pfotendesign - PAW
Kinesiologie Tape Sport PINO raspberry
Fiskars Spezialschere zum Zuschneiden von Kinesiologie Tape
anleitung

Anleitung

Tape-Anlage zur Unterstützung bei Atemwegserkrankungen

Benötigt:

l-Zügel Kinesiologie-Tape

2 x l-Zügel
(2,5cm breit)

l-Zügel Kinesiologie-Tape

2 x l-Zügel (5cm breit)

PINO Fiskars-Schere

Fiskars Schere

Anleitung

Benötigt:

l-Zügel Kinesiologie-Tape

2 x l-Zügel (2,5 cm breit)

l-Zügel Kinesiologie-Tape

2 x l-Zügel (5 cm breit)

PINO Fiskars-Schere

Fiskars Schere

  1. Ausgangssituation: Schultern in Protaktion bringen, um den medialen Schulterblattrand zu erkennen.


  2. Nimm dir den ersten I-Zügel (5cm breit), runde die Ecken des Tape-Streifens ab und umrunde den Schulterblattrand einer Seite mit der Nerventechnik mit 50% Zug. Wiederhole das auch auf der anderen Seite.


  3. Dann dreht sich der Patient, sodass die beiden I-Zügel (2,5cm breit) unterhalb des Schlüsselbeins bis zum Brustbein angelegt werden können. Runde die Ecken der Tape-Streifen ab und nutze hier ebenfalls die Nerventechnik mit 50% Zug an.

Atemwegserkrankungen: Immunsystem im Alarmzustand

Unter dem Begriff Atemwegserkrankungen werden verschiedene Beschwerdebilder zusammengefasst, welche die Nase, die Luftröhre oder die Lunge betreffen. Ein zentraler Begriff in diesem Zusammenhang ist die Atopie. Dabei handelt es sich um eine genetisch bedingte Veranlagung zu übersteigerten allergischen Reaktionen. Das Immunsystem reagiert auf eigentlich harmlose Umweltstoffe mit einer starken Abwehrreaktion.

 

Diese Neigung zu Überempfindlichkeitsreaktionen kann sich in verschiedenen Formen äußern:

Neurodermitis (Haut)
Heuschnupfen (obere Atemwege / allergische Rhinitis)
Asthma (untere Atemwege / Bronchien)

Heuschnupfen

Der Heuschnupfen ist weit mehr als “ein bisschen Schnupfen” während der Pollenzeit. Er ist eine akute Entzündung der Nasenschleimhäute, die oft den Beginn einer „Allergiker-Karriere“ markiert. Bei dieser Art der Erkrankungen reagiert das Immunsystem auf harmlose Eiweißstrukturen von Pflanzen.

 

Ursachen

 

Die häufig auftretenden Beschwerden werden durch den Wind verbreitet. Sobald die Pollen auf die Schleimhäute treffen, schüttet der Körper Histamin aus. Weitere Faktoren, die die Reaktion verschlimmern können, sind:

Saisonale Faktoren: Pollenflugzeiten von Frühjahr bis Herbst
Verstärker: Schadstoffe in der Luft (Feinstaub), körperliche Belastung, extremer Stress oder zusätzliche Infekte können die Intensität der Beschwerden steigern

Symptome

 

Die Symptome zeigen sich meist unmittelbar nach dem Kontakt mit den Allergenen:

Nase: Fließschnupfen, Niesattacken und eine verstopfte Nasenatmung
Augen: Jucken, Brennen und Tränen der Augen (Reizung der Augenschleimhäute)
Allgemeinbefinden: Müdigkeit, Abgeschlagenheit und ein trockener Husten, der bereits andeuten kann, dass die Entzündung in Richtung der Lunge wandert

Diagnose & Bahandlung

 

Die Diagnose erfolgt klassischerweise durch einen Hauttest (Prick-Test) oder eine Blutuntersuchung auf IgE-Antikörper. Für die anschließende Behandlung gibt es verschiedene Herangehensweisen:

Allergenkarenz: Den Kontakt zu Pollen so weit wie möglich einschränken (z. B. Pollenschutzgitter, Haarewaschen vor dem Schlafen)
Medikamentöse Therapie: Antihistaminika in Form von Tabletten, Tropfen oder Nasensprays sowie kortisonhaltige Sprays zur lokalen Entzündungshemmung
Hyposensibilisierung: Dies ist die einzige ursächliche Behandlung. Über mehrere Jahre wird das Immunsystem schrittweise an die Allergene gewöhnt, um langfristig eine Wirkung erzielen zu können und den Übergang zu Asthma zu verhindern

Asthma bronchiale

Während der Heuschnupfen die oberen Atemwege betrifft, sitzt das Asthma bronchiale tiefer. Es ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, bei der die Bronchien dauerhaft überempfindlich auf verschiedene Reize reagieren. Diese Erkrankungen verengen zeitweise die Atemwege, was das Atmen massiv erschwert.

 

Auslöser

 

Im Gegensatz zum rein allergischen Asthma können hier vielfältige Reize einen Anfall auslösen:

Physikalische Reize: Kalte Luft, Nebel oder starke körperliche Anstrengung
Infektionen: Virale oder bakterielle Infekte der Lunge
Chemische Reize: Tabakrauch, starke Düfte oder Abgase
Emotionale Faktoren: Lachen, Weinen oder psychischer Stress.

Symptome

 

Typisch für Asthma ist die Anfallsartigkeit der Beschwerden. Die Atemwege verengen sich bei Kontakt mit Auslösern und Patienten leiden unter:

Atemnot: Oft nachts oder in den früh am Morgen
Atemgeräusche: Charakteristisches Pfeifen oder Brummen beim Ausatmen
Engegefühl: Beklemmendes Gefühl oder Schmerzen im Bereich von Brustkorb und Schulter
Husten: Oft trocken, teilweise mit Schleimbildung

Diagnose und Behandlung

 

Die Diagnose erfolgt meist über eine Lungenfunktionsprüfung (Provokationstests), um Lungenvolumen und Atemwiderstand präzise zu bestimmen. Die Therapie setzt meist auf entzündungshemmende Controller zur Langzeitkontrolle sowie bronchienerweiternde Notfallsprays für den Akutfall. Ergänzend können Atemphysiotherapie und gezieltes Tapen dabei helfen, die oft überbeanspruchte Atemhilfsmuskulatur effektiv zu entlasten und die Atmung zu unterstützen.

Die Unterform: Allergisches Asthma

Das allergische Asthma stellt eine direkte Verbindung zwischen dem klassischen Heuschnupfen und der chronischen Lungenerkrankung dar. Es ist die häufig auftretende Form bei Kindern und jungen Erwachsenen. Hier entzünden sich die unteren Atemwege spezifisch durch den Kontakt mit Allergenen.

 

Auslöser und Besonderheiten

 

Die Ursache liegt in einer fehlgeleiteten Immunantwort auf spezifische Reize. Die Schleimhäute der Bronchien schwellen an und produzieren vermehrt zähen Schleim.

Allergene: Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze oder Tierschuppen
Berufliche Auslöser: Stoffe wie Mehlstaub („Bäckerasthma“) oder Holzstäube in der Industrie
Vererbung: Eine genetische Veranlagung (Atopie) spielt hier eine zentrale Rolle

Symptome:

 

Die Symptome ähneln dem allgemeinen Asthma, sind aber oft direkt an eine Exposition gekoppelt:

Plötzliche Atemnot nach Kontakt mit Tieren oder bei starkem Pollenflug
Erschwertes Ausatmen und heftige Hustenanfälle
Eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit während der Allergie-Saison

Behandlung & Diagnose

 

Neben den klassischen Asthmamedikamenten steht hier die Allergiekontrolle im Fokus.

Diagnostik: Provokationstests (unter ärztlicher Aufsicht wird das Allergen direkt eingeatmet) und Bluttests zur Bestimmung der IgE-Antikörper
Anti-IgE-Therapie: In schweren Fällen können spezielle Antikörper gespritzt werden, die die allergische Kaskade unterbrechen
Hyposensibilisierung: Auch hier ist die schrittweise Gewöhnung an das Allergen der effektivste Weg zur dauerhaften Linderung

Unterstützende Therapie

Der Einsatz von Kinesiotape kann hier besonders wertvoll sein, um die mechanische Atembewegung zu unterstützen und die durch die Entzündung belastete Muskulatur im Bereich der Schulter zu beruhigen.

Atemwegserkrankungen vorbeugen

Um die Lebensqualität bei einer bestehenden Neigung zu Atopien langfristig zu steigern, ist eine konsequente Prävention das A und O. Eine frühzeitige und gezielte Behandlung von Heuschnupfen ist dabei von entscheidender Bedeutung.

 

Ein zentraler Baustein ist hierbei die Hyposensibilisierung, mit der man idealerweise so früh wie möglich beginnt, um das Immunsystem langfristig zu desensibilisieren. Parallel dazu kann eine regelmäßige Atemgymnastik die Lungenfunktion durch gezielte Übungen nachhaltig stärken. Als ergänzende Unterstützung im Alltag hat sich zudem der Einsatz von PINOTAPE bewährt. Es kann bereits bei den ersten Anzeichen der Heuschnupfensaison genutzt werden, um die Atemhilfsmuskulatur locker zu halten und Verspannungen präventiv entgegenzuwirken.

*Die Annahme einer Wirkung beruht auf möglichen Tendenzen in Studien, sehr vielen Einzelfallberichten und Erfahrungswerten. Sie gilt nicht als evidenzbasiert. Ebenso ist die Wirkweise bisher rein hypothetisch. Der Einsatz unserer Kinesiologie Tapes und Sporttapes ersetzt keinen Besuch beim Arzt, Physiotherapeuten oder anderen medizinischen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Unter Atopie versteht man eine genetische Veranlagung, auf harmlose Stoffe aus der Umwelt (wie Pollen oder Hausstaub) mit einer Überempfindlichkeit zu reagieren. Diese Neigung ist die gemeinsame Wurzel von Heuschnupfen (allergische Rhinitis), allergischem Asthma und Neurodermitis. Wer an einer dieser Erkrankungen leidet, hat ein statistisch höheres Risiko, auch die anderen Formen im Laufe seines Lebens zu entwickeln.

Allergisches Asthma ist eine spezifische Unterform des Asthma bronchiale. Während das allgemeine Asthma auch durch Kälte oder Belastung ausgelöst werden kann, reagiert das allergische Asthma direkt auf eine Immunantwort gegen Allergene.

Ja, Mediziner nennen diesen Vorgang „Etagenwechsel“. Wenn eine allergische Rhinitis (oberere Atemwege) über längere Zeit unbehandelt bleibt oder die Allergene nicht gemieden werden, wandert die Entzündung oft eine „Etage“ tiefer in die Bronchien. Die Folge ist ein allergisches Asthma. Eine frühzeitige Behandlung und Prävention sind daher entscheidend.

Durch den Zug auf der Haut werden Reize an das Nervensystem gesendet, die indirekt die Entspannung der Bronchialmuskulatur fördern können. Zudem hilft es, die bei allergischem Husten oft verkrampfte Atemhilfsmuskulatur zwischen den Schultern zu lockern.

Autorenbild Carsten

Carsten Boss - Unser Experte für
Kinesiologie Tape

Autorenbild Carsten

Carsten Boss - Unser Experte für Kinesiologie Tape

Carsten zählt zu Europas führenden Kinesiologie Tape Spezialisten und hat seit 1998 über 15.000 Physiotherapeuten ausgebildet. Im direkten Austausch mit Therapeuten und Patienten entwickelt er kontinuierlich neue PINOTAPE-Anlagen für verschiedenste Krankheitsbilder und verbessert so die Lebensqualität seiner Patienten.

 

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Carsten zählt zu Europas führenden Kinesiologie Tape Spezialisten und hat seit 1998 über 15.000 Physiotherapeuten ausgebildet. Im direkten Austausch mit Therapeuten und Patienten entwickelt er kontinuierlich neue PINOTAPE-Anlagen für verschiedenste Krankheitsbilder und verbessert so die Lebensqualität seiner Patienten.

 

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PINOTAPE Anleitung Sprunggelenk selber tapen

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